Programm
Juli/August 2005
Die Sonne schickt uns keine Rechnung
Referent: Franz Alt
Obwohl die gefährlichen Auswirkungen der Verbrennung fossiler Energieträger auf das Erdklima und die Endlichkeit dieser Energieressourcen längst wissenschaftlich erforscht sind, steht der Durchbruch zur (energie)politischen Alternative einer „Sonnenstrategie“ (Hermann Scheer) immer noch aus.
Der bekannte Journalist und Autor
Dr. Franz Alt, ehemals Leiter der Sendung „Report“, wird im Rahmen der 2. Bremervörder Solartage über die Nutzung der Sonnenenergie sprechen.
Veranstaltungsort:
Oste-Hotel, Bremervörde, Neue Straße
 Fr
 01.07.2005
 19.30 Uhr

Reihe „Irrationalismus“
Der Fall des Gotteskönigs
Der Dalai Lama und die rechte Esoterik-Szene
Referent: Colin Goldner
Ende der 30er Jahres des letzten Jahrhunderts entsandten die Nazis eine von Heinrich Himmler höchstpersönlich protegierte Expedition nach Tibet, um – man wähnte eine „okkulte Achse Berlin–Lhasa“ – dort nach Überresten der nordisch-germanischen Wurzelrasse der Arier zu suchen. Dabei nahm man auch Kontakt zu der Führungsclique um den heute noch (im Exil) amtierenden 14. Dalai Lama (Tensin Gyatso) auf. Dieser weigert sich bis heute, Auskunft zu den seinerzeitigen Unterredungen zu geben – kein Wunder, denn seit seiner Exilierung pflegt der Dalai Lama regen Kontakt zu alten und neuen Nazis. Dies beeinträchtigt freilich nicht seine Popularität in hiesigen Theosophenkreisen und der esoterischen Szene. Der Referent wird über zentrale Inhalte der religiösen Heilslehre des Dalai Lama sowie deren Verbindungen zur rechten Esoterik-Szene informieren und seine Thesen zur Diskussion stellen.
Die Veranstaltung führen wir in Kooperation mit der Gruppe Gegenstrom, dem Theaterkeller Göttingen, dem Buchladen Rote Straße sowie dem StadtRadio Göttingen durch.
Colin Goldner ist Psychologe und Wissenschaftsjournalist und Vorstandsmitglied im „Forum kritische Psychologie“.
Veranstaltungsort:
Kino Lumiere, Göttingen, Geismar Landstraße 19

 Do
 07.07.2005
 19.30 Uhr

Wissenschaftliche Tagung
Die Werte Europas
Verfassungspatriotismus und Wertegemeinschaft in der EU?
Mit der Unterstützung dieser wissenschaftlichen Tagung, die die Zentrale Einrichtung für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsethik der Universität Hannover durchführt, wollen wir einen Beitrag zur Diskussion um das – umstrittene – europäische Verfassungsprojekt leisten. Mit der Idee einer europäischen Wertegemeinschaft sind eine Reihe von Problemen verbunden, denen aus juristischen, philosophischen, historischen, sozialwissenschaftlichen und aus kulturvergleichenden Perspektiven nachgegangen werden soll. Dazu werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen und auch verschiedener Positionen Stellung beziehen. Die Hauptvorträge werden gehalten von:
Prof. Dr. Dr. Peter Antes (Direktor am Seminar für Religionswissenschaft, Universität Hannover)
Prof. Dr. Ulrich Haltern (Lehrstuhl für deutsches und europäisches Staats- und Verwaltungsrecht, Universität Hannover)
Prof. Dr. Dr. h.c. Hermann Lübbe (Honorarprofessor für Philosophie und Politische Theorie, Universität Zürich)
Prof. Dr. Wilfried Nippel (Lehrstuhl für Alte Geschichte, Humboldt Universität Berlin)
Vollständiges Programm unter:
http://sun1.rrzn.uni-hannover.de/zeww/europa.html
Veranstaltungsort:
Leibniz-Haus, Hannover, Holzmarkt 4–6

 Fr
 08.07.2005
 10-20 Uhr
 Sa
 09.07.2005
 9-13.30 Uhr
„Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuss im Leben.“
Rosa Luxemburg

Podiumsdiskussion
Auf dem Weg zu einer neuen Linkspartei
Die überraschende Ankündigung baldiger Neuwahlen hat die scheinbar erstarrten politischen Verhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland in Bewegung gebracht. Die unter großem Zeitdruck zwischen PDS und WASG erzielten politischen Vereinbarungen haben über die Bundestagswahl hinaus den Raum für das Projekt einer neuen Linkspartei geöffnet, in das soziale Bewegungen und andere politische Organisationen einbezogen werden könnten. Damit entsteht die Chance, die (Ost-West)-Spaltung der deutschen Linken zu überwinden, die politischen Kräfte gegen den Neoliberalismus zu bündeln und zu verstärken sowie programmatische Alternativen wirkungsvoller als bisher zu artikulieren.
Über die Herausforderungen und Chancen eines neuen linken Projekts wollen wir diskutieren mit:
Sabine Lösing (WASG), Diether Dehm (PDS), Manfred Böttcher (Gewerkschaftssekretär), Rainer Butenschön
(Friedensbüro Hannover, ver.di AK Frieden ), Detlef Fricke (DKP)
Veranstaltungsort: Freizeitheim Vahrenwald,
Hannover, Vahrenwalder Straße 92

 Mo
 11.07.2005
 19.30 Uhr
Freitag, 05.08. Sonntag, 21.08.2005

Fortbildungs- und Hospitationsaufenthalt für Multiplikatorinnen aus Zentralasien
Das Rosa Luxemburg Bildungswerk Nds. unterstützt hiermit ein Projekt, das vom FrauenBildungshaus Altenbücken e.V. durchgeführt wird. Dessen diesjähriger Einladung an das Frauennetzwerk NAJADA wollen insgesamt 20 Multiplikatorinnen aus Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan und Tadschikistan folgen. Eine Großzahl von ihnen arbeitet in Frauenkrisenzentren und hat Interesse daran, in Deutschland auf Anregungen und fachlichen Austausch mit ebenfalls ehrenamtlich und hauptberuflich Tätigen zu treffen.
Geplant sind neben anderen Aktivitäten zwei Tagesseminare zu folgenden Themen:
10.8.: Interkulturelle Begegnung –
Interkulturelles Lernen

Referentin: Tina Scheef (Lübeck)
16.8.: Gewaltfreie Kommunikation
Referentin: Anja Kenzler (Bremen)
Veranstaltungsort:
FrauenBildungshaus Altenbücken
27333 Bücken

Wie weiter gegen Hartz IV?
Mit Hartz IV nimmt eines der massivsten Lohnstruktur- und Sozialabbauprojekte der deutschen Geschichte seinen Lauf. Trotz erster – durch die herannahende Bundestagswahl bedingter – Korrekturen (beim Zuverdienst) sind die Ziele des Gesetzes bislang unverändert: Ausdehnung eines flächendeckenden Niedriglohnsektors, Leistungskürzungen und die Erhöhung des Drucks auf Arbeitslose zur Annahme jeglicher Arbeit.
Ende Juni kann die Startphase von Hartz IV als beendet gelten: neue Leistungsbescheide für viele Betroffene werden fällig und die ersten „Integrationsmaßnahmen“ in Ausbildung und Arbeit laufen aus.
Ziel des Workshops, den wir gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung und der Koordinierungsstelle gewerkschaftliche Arbeitslosenarbeit durchführen, ist es, eine Zwischenbilanz zu ziehen, die Betroffenen in ihrem Widerstand zu ermuntern und Alternativen zum geltenden Gesetz zu erörtern.
Zu der Konferenz eingeladen sind Kritiker/innen von Hartz IV vor allem aus Arbeitsloseninitiativen, attac-Gruppen, Gewerkschaften, Kirchen, dem Wissenschaftsbereich, aber auch SGB II–Beiräte, die ein Interesse daran haben mit einer vernetzten Strategie für die Aufhebung des SGB II zu wirken.
Veranstaltungsleitung: Dr. Henning Schierholz (Institut für Jugend-, Arbeitsmarkt- und Bildungsberatung Hannover–Magdeburg), Helga Nowak, Frank Puin (Rosa Luxemburg Bildungswerk Niedersachsen)
Die Teilnehmerzahl ist auf 40–60 Personen begrenzt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 19 Euro (incl. 1 Abend- und Mittagessen).
Anmeldungen bitte bis zum 5. August 2005 an das Rosa Luxemburg Bildungswerk Niedersachsen, 30451 Hannover, Struckmeyerstraße 9.
Veranstaltungsort:
Evangelische Fachhochschule Hannover, Blumhardtstraße 2
(Nähe S-Bahn-Haltestelle Karl-Wiechert Allee)

 Fr
 19.08.2005
 14.00 Uhr
 Sa
 20.08.2005
 10–18 Uhr