Programm März/April 2005
Internationaler Frauentag 2005
„Feminismus versus Queer?“

Referent: Adrian De Silva (Bremen)
Postfeministische Theorien, wie beispielsweise die Queer-Bewegung, kritisieren die starren Identitätsmodelle klassischer feministischer Ansätze. Dagegen setzt die Queer-Bewegung auf die Vielfältigkeit von Körpern und Lebensweisen und will für Irritationen sorgen. Aber unterlaufen solche Herangehensweisen nicht den notwendigen strategischen Standpunkt, den Frauen brauchen, um die patriarchalen Angriffe bekämpfen zu können? Diese Auseinandersetzung wird Thema der Diskussionsveranstaltung mit Adrian De Silva sein.
Anschließend: Tanzgelage
Auftaktveranstaltung eines vom Rosa Luxemburg Bildungswerk Niedersachsen unterstützten Projekts zum Internationalen Frauentag 2005 in Göttingen. Veranstalter sind der Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V. und die Antifaschistischen Linken International gemeinsam mit einer Jugend-/SchülerInnengruppe. Neben der Diskussionsveranstaltung stehen Straßentheater und eine 16-seitige Broschüre zum Thema „Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel“ auf dem Programm.
Veranstaltungsort:
Cafe Kabale, Geismarlandstraße 10, Göttingen
 Fr
 04.03.2005
 20.00 Uhr

Internationaler Frauentag 2005 in Göttingen
Aktionstag und Straßentheater

Eine der wichtigsten Fragen im Leben eines Menschen stellt sich schon vor der Geburt: Und was ist es, ein Junge oder ein Mädchen? Mit weit reichenden Konsequenzen, wie die sieben LaiendarstellerInnen in ihrem Straßentheaterstück zeigen. Unter dem Motto „Kleine Reiseführerin durch den Geschlechterdschungel“ wird das 15-minütige Stück am Internationalen Frauentag stündlich auf dem Göttinger Jacobikirchhof aufgeführt.
In Kooperation mit dem Verein zur Förderung antifaschistischer Kultur e.V. und der Antifaschistischen Linken International
Veranstaltungsort:
Jacobikirchhof, Weender Straße, Göttingen

 Di
 08.03.2005
 14–17Uhr

60 Jahre Befreiung vom Faschismus
Seminar: Faschismus und Antifaschismus

Thema des Seminars sind Theorien über die sozialen, ökonomischen und politischen Ursachen des Faschismus, seine Herrschaftsformen, aber auch die Auseinandersetzung mit seiner Aktualität. Welchen sozialen und ökonomischen Nährboden hatten und haben faschistische Bewegungen und Parteien? Welche ökonomischen und politischen Interessen standen hinter der NSDAP? Gibt es eine spezifische kulturelle Hegemonie des Faschismus? Was heißt heute antifaschistische Politik und Strategie? – diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren.
Für Übernachtung und Verpflegung in der Heimvolkshochschule wird ein Eigenbeitrag von 30 €/ 10 € (ermäßigt) erhoben.
Anmeldungen bis zum 29. 3. an das Rosa Luxemburg Bildungswerk Nds., Struckmeyerstr. 9, 30451 Hannover, oder Ulrich Wolf (0511 / 44 28 80; druwolf@aol.com).
Veranstaltungsort: Bildungszentrum Heimvolkshochschule Hustedt e.V., Zur Jägerei 81, 29229 Celle

 Sa
 02.04.2005
 14.00 Uhr
 So
 03.04.2005

60 Jahre Befreiung vom Faschismus
Todesmärsche, Widerstand, Zwangsarbeit

Mit: Peter Gingold, Marc Chichy, Günther Siedbürger, Diether Dehm
Mit dieser Veranstaltung, die wir in Kooperation mit dem DGB Südniedersachsen/Harz und mit Unterstützung anderer Organisationen durchführen, soll an die Ermordung von 40 KZ-Häftlingen aus verschiedenen europäischen Ländern vor 60 Jahren erinnert werden. Im Bereich des Klosters Brunshausen und später auf dem Gelände der ehemaligen Bruns-Werke in Brunshausen befand sich damals ein Außenlager des KZ Buchenwald, in dem ca. 500 KZ-Häftlinge eingepfercht waren und in der Rüstungsindustrie vor Ort Sklavenarbeit verrichten mussten. Als US-amerikanische Truppen immer näher an das KZ Buchenwald und an die Außenlager heranrückten, gab die SS den Befehl zur „Evakuierung“ der Gefangenen und deren Verlegung in andere Lager. 40 KZ-Häftlinge, die die SS als zu schwach für den Marsch selektierte, wurden in das nahe gelegene Wäldchen in der Klus gebracht und dort ermordet. Die anderen Häftlinge gingen auf den Todesmarsch und gelangten über Wernigerode und Prag schließlich in das KZ Dachau. Bei der Befreiung durch US-amerikanische Truppen waren von ursprünglich 500 Menschen aus dem Außenlager Gandersheim nur noch 150 am Leben.
Marc Czichy und Günther Siedbürger sind Historiker/Lokalhistoriker und kommen aus Göttingen. Peter Gingold (Frankfurt/Main) ist Bundessprecher der VVN/BdA, Mitglied der „Resistance“ und Inhaber der Carl von Ossietzky-Medaille. Diether Dehm (Autor, Hannover) wird mit Liedern des antifaschistischen Widerstandes die Veranstaltung begleiten.
Veranstaltungsort: Klosterkirche Brunshausen, Hildesheimer Straße, Bad Gandersheim

 Mo
 04.04.2005
 19.00 Uhr

60 Jahre Befreiung vom Faschismus
Seminar: Rechte Ideologie – widersprechen!

Referent: Andreas Speit
In der Praxis der politischen Rechten ist seit einiger Zeit eine Veränderung zu beobachten. Nicht mehr einfache Parolen, sondern differenziertere Argumentationen kennzeichen heute vielfach das Bild rechter Politik. Längst wirkt diese Intellektualisierung des Diskurses auch bei den Neonazis zwischen den „Freien Kameradschaften“ und der NPD nach. Gezielt versuchen die zur Zeit erfolgreichsten Strukturen der „nationalen Opposition“ mit ausgereifteren Argumenten auf die anwachsenden rechten Ressentiments in der „Mitte der Gesellschaft“ zuzugehen. Die Themen der Rechten sind Themen der Mitte. Aktuelle Themenbeispiele sollen dargelegt werden und konkrete politische Gegenargumentationen entwickelt werden.
Anmeldung zum Seminar telefonisch bei Michael Quelle unter 04141 / 6 88 16.
Das Seminar führen wir in Kooperation mit dem Rosa Luxemburg Club Niederelbe, der VVN/BdA Stade und dem Kreisverband Stade der GEW durch.
Andreas Speit ist freier Journalist, der zum Thema „Rechts“ arbeitet und publiziert.
Veranstaltungsort:
Stade (genauen Ort bitte erfragen)

 Sa
 16.04.2005
 14–18 Uhr